Donnerstag – Zwischen Druck und Entscheidungen

Der Donnerstag ist hektisch. Noch auf dem Weg zum ersten Einsatz klingelt das Diensthandy. Eine Tour ändert sich. Ein Patient benötigt zusätzliche Versorgung. In der „Brücke“ wird schnell reagiert, umgeplant, koordiniert. Für uns bedeutet das: flexibel bleiben, mitdenken, neu strukturieren. Ich passe meine Route an und fahre los.

Unterwegs Stau. Viele rote Bremslichter vor mir, ein kurzer Blick auf die Uhr. Dann die nächste Herausforderung: Parkplatzsuche.

Bei den folgenden Einsätzen selbst läuft ansonsten alles professionell. Unterstützung beim Duschen, Hilfe beim Ankleiden, Körperpflege, Medikamentengabe, Begleitung beim Toilettengang. Zwischendurch kleine hauswirtschaftliche Tätigkeiten, ein Glas Wasser reichen, ein Bett richten, ein paar aufmunternde Worte. Viele Handgriffe, die ineinandergreifen. Viele Aufgaben, die auf den ersten Blick selbstverständlich wirken – und doch viel Konzentration, Erfahrung und Aufmerksamkeit erfordern.

Zwischen den Einsätzen sitze ich immer wieder im Auto und dokumentiere meinen vorherigen Einsatz. Jeder Handgriff, jede Medikamentengabe, jede Beobachtung wird festgehalten. Präzise, nachvollziehbar und fachlich korrekt. Es ist wichtig. Für die Kolleginnen und Kollegen ebenso wie für die Versorgung und Sicherheit der Patientinnen und Patienten.

Dieser Donnerstag ist mal wieder ein Balanceakt zwischen den verschiedenen Einsätzen. Und jeder Einzelne ist wichtig. Das gibt mir ein zufriedenes Gefühl. Mir macht meine Arbeit wirklich Freude.


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